Das pädagogische Konzept im G8-Zug

In den Leitlinien des Leibniz-Gymnasiums ist u.a. festgehalten:

Das Leibniz-Gymnasium – eine Gemeinschaft

Schüler, Lehrer, Schulleitung und Eltern beteiligen sich im Bewusstsein ihrer Aufgaben am Schulleben und bilden so eine Gemeinschaft.
• Wir achten und respektieren uns gegenseitig.
• Wir gehen offen, verantwortungsvoll und sozial-integrativ miteinander um.
• Wir fördern die Leistungsbereitschaft aller am Schulleben Beteiligten.
• Der Name Leibniz verpflichtet zu einer Vielseitigkeit in der schulischen Bildung.

Diese Leitlinien verwirklichen wir in unserem pädagogischen Konzept:

Doppelstundenmodell

Etwa 75 Prozent der Unterrichtsstunden werden als Doppelstunden gehalten. Dies dient der Rhythmisierung des Unterrichts und ermöglicht der Schule einen übersichtlichen, einfach und klar gegliederten Stundenplan (AG-Nachmittag, verlängerte Mittagspause, Konferenznachmittag).

Bilingualer Zug (deutsch-englische Abteilung)

Leistungsstarke und leistungswillige Schüler werden insbesondere im bilingualen Zug gefördert. Neben der Perfektionierung der englischen Sprachkompetenz steht die Vorbereitung auf die Anforderungen des Studiums und des Berufslebens in einer global vernetzten Welt im Vordergrund.

Streicherklassenmodell

Der bei der Einführung des flächendeckenden G8-Zugs eingetretenen Kürzung der Stunden im musisch-künstlerischen Bereich wird am Leibniz-Gymnasium dadurch begegnet, dass den neu eintretenden Fünftklässlern angeboten wird, ein Streichinstrument (Geige, Bratsche, Cello) zu erlernen. In Kooperation mit der Stuttgarter Musikschule wird eine Musikstunde zum Üben und Vertiefen erteilt. Die Instrumente werden auf Leihbasis (im ersten Jahr kostenlos) vom Förderverein des Vereins der Freunde des Leibniz-Gymnasiums zur Verfügung gestellt. Mit diesem Modell wird zum einen die musische Bildung gestärkt. Zum anderen kann damit die Schule neben dem klassischen Oberstufenorchester auch ein Ensemble in der Unterstufe führen.

Gitarrenklassenmodell

Zu Beginn des Schuljahres 12/13 wurde die Kooperation mit der Stuttgarter Musikschule mit der Einführung einer Gitarrenklasse erweitert. Schülerinnen und Schüler, die entsprechende Vorkurse an zwei Grundschulen besucht haben, können im Rahmen des drei bzw. zweistündigen Musikunterrichts ihre erworbenen musikalischen Kompetenzen am Gymnasium fortsetzen. Damit wird das musikalische Angebot an unserer Schule mittels eines subventionierten Angebots sozialverträglich erweitert.

Künstlerisches Projekt in der oberen Mittelstufe

Die Schüler der neunten Klassen können zwischen Debating und der Mitarbeit in einem Kunstprojekt wählen. In den vergangenen Jahren konnten dadurch z.B. Theateraufführungen mit Kulissen oder die Bundesolympiade der Russischen Sprache mit übergroßen Matrjoschkas ausgestattet werden.

Förderung der sozialen Kompetenz

Wichtige Elemente zur Förderung der sozialen Kompetenz sind der „Klassenrat“ und das „Anti-Mobbing-Programm“ in den Klassenstufen 5 und 6.
Zum leichteren Übergang von der Grundschule an das Gymnasium werden Einführungstage für die neuen Fünftklässler durchgeführt. Das erste Treffen findet bereits vor den großen Ferien statt.

Clever-Lernen-Programm

Seit drei Jahren nimmt das Leibniz-Gymnasium am Projekt „Clever lernen“ der Universität Ulm teil. Mittels Textlesekarten, Partnererklärungskarten und ähnlichen methodischen Lernelementen wird die Methodenkompetenz der Schüler gestärkt sowie der Übergang von der Grundschule zum Gymnasium erleichtert. Ein wichtiges Hilfsmittel ist dabei der eigens für die Schüler der Unterstufe angefertigte Schulplaner.

Agabey-Abla-Programm

Speziell für die türkischen Schülerinnen und Schüler wird in der Unterstufe das Förderprogramm des „Forums der Kulturen“ der Landeshauptstadt Stuttgart am Leibniz-Gymnasium eingesetzt.

Einsatz der Schulsozialarbeit

Ab November 2012 kann das Leibniz-Gymnasium als erstes Gymnasium in Stuttgart über eine Schulsozialarbeitskraft (eine ganze Stelle in Kooperation mit dem Neuen Gymnasium) verfügen. Dies ist eine erhebliche Unterstützung für einen Bildungsstandort Feuerbach mit einem Anteil von Bewohnern mit Migrationshintergrund von über 50 Prozent. Die Schule selbst hat einen Anteil von 28 Prozent von Schülern mit Migrationshintergrund (nach den Kriterien der Statistikvorgaben des Kultusministeriums).

Erlebnispädagogische Unternehmungen

Erstmals in diesem Schuljahr werden zur Stärkung der Klassengemeinschaft erlebnispädagogische Unternehmungen wie der Besuch von Klettergärten, Out-Door-Exkursionen u.ä. von zwei Lehrkräften, die spezielle Kenntnisse in diesem Bereich besitzen, sowie von der Schulsozialarbeiterin durchgeführt.

Offene Ganztagesangebote

Mittagessensangebot dreimal in der Woche

Ehrenamtlich tätige Eltern bieten dreimal in der Woche ein frisch zubereitetes Essen in der Schulküche an. In der Regel nehmen 30 bis 60 Schüler dieses Angebot wahr.

Qualifizierte Hausaufgabenbetreuung

Ebenfalls dreimal in der Woche übernehmen Schülerinnen und Schüler der Oberstufe die Betreuung von Schülern aus den Klassen 5 bis 7 bei der Bewältigung der Hausaufgaben.

Mittagspausenbetreuung

An vier Tagen in der Woche betreuen Schüler der Oberstufe jüngere Schüler in der Mittagspause. Die Kosten dafür werden aus dem Jugendbegleiterprogramm bestritten.

Gemeinschaftsdienste

Über die Mithilfe bei der Mittagsessensausgabe, den Hof- und Gangdienst und den Patendienst werden die Schüler zum Einsatz für die Gemeinschaft angehalten.

Schüleraustausch und außerunterrichtliche Veranstaltungen

Die Schule unterhält folgende Austauschprogramme:

Lyons Township High School, LaGrange (Chicago/Illinois/USA), Schüleraustausch seit 2004

Gymnasium Křenová, Brünn (Tschechien), Schüleraustausch seit 2005

Gymnasium Nr. 4, Samara (Russische Föderation), Schulpartnerschaft seit 2007

Lyçee Louis Pasteur, Straßburg (Frankreich), Schulpartnerschaft seit 1964

Cowley Language College, St. Helens (England), Schüleraustausch seit 2008

Collège Mme de Stael, Carouge/Genf (Schweiz), Schüleraustausch seit 2010

Collège Challemel-Lacour, Avranches, Normandie (Frankreich), Schüleraustausch seit 2010

Klassenabschlussfahrt in Klasse 10 nach Berlin

Neben dem Besuch der staatlichen Institutionen wie Bundestag, Bundesrat und Kanzleramt werden Museen sowie Gedenkstätten des nationalsozialistischen Terrors und der deutschen Teilung besichtigt.

Studienfahrten ins europäische Ausland in der Jahrgangsstufe 1

Regelmäßig werden europäische Kulturstädte wie Rom, Athen, Paris, Barcelona, Madrid, Dublin oder Prag besucht.

Schullandheimaufenthalt in der Klasse 6

Für die Aufenthalte werden Ziele im ländlichen Raum von Baden-Württemberg gewählt (Allgäu, Schwäbischer Wald). Häufig sind sie mit einem Projekt verbunden (Zirkus, Klettern).

Klettern in der Schule

Das Leibniz-Gymnasium verfügt über eine eigene Kletterwand in der Leibniz-Halle. Alle Sportlehrer sind für den Einsatz an der Kletterwand qualifiziert. In einem AG-Programm werden die Schüler von Klasse 5 über die Kletterwand zum Outdoor-Klettern geführt. Das Klettern in der Schule setzt neben dem sportlichen Anreiz wichtige Impulse für die Steigerung der sozialen Kompetenz, indem das „Helfen und Sichern“ ein wichtiges Element in dieser Sportart ist.

Kooperation mit der chinesischen Schule

Das Leibniz-Gymnasium beherbergt seit Jahren die chinesische Sprachschule in seinem Bonatzbau. Daraus entwickelte sich eine lebendige Partnerschaft. Lehrerinnen der chinesischen Schule halten eine Chinesisch-AG für interessierte Schüler und Schülerinnen. Sie wirken auch beim Offenen Haus mit. Als Zeichen der Zusammenarbeit ist die Schulgemeinde zum chinesischen Neujahrsfest und ähnlichen Veranstaltungen eingeladen.

Runder Tisch

In regelmäßigen Abständen diskutieren Schüler, Eltern und Lehrer mit der Schulleitung aktuelle Fragen des Schulalltags und der Schulentwicklung am Runden Tisch.

Außerschulische Kooperation

Mit einer Poolstunde wird die Studien- und Berufsinformation am Leibniz-Gymnasium in der Klassenstufe 10 gestärkt umgesetzt. Am Berufsinformationstag referieren Vertreter bedeutender Firmen wie Siemens, Hallesche Krankenversicherung, Daimler sowie Vertreter freier Berufe über die Berufsbilder in ihren Bereichen.
Eine dauerhafte Kooperation mit der Firma Daimler besteht im Fach Naturwissenschaft und Technik. Regelmäßig übernehmen Ingenieure im Unterrichtsfach NwT einzelne Stunden. Dabei vermitteln sie Einblicke in aktuelle Entwicklungen der Technik (z.B. das Brennstoffzellenauto).