Schulgeschichte

 

1888

Gründung
der Schule 




Am 02.07.1888 beschließt der Gemeinderat Feuerbach, die zwei Jahre zuvor gegründete Privatrealschule zu übernehmen. Für 15 Jungen und acht Mädchen begann der Unterricht bereits am 15.11.1886. Berühmte Feuerbacher Namen wie Fahrion, Gerlach, Happold, Rendlen, Schwarz und Theurer waren auf der Schülerliste. Der erste Schulstandort ist ein Unterrichtsraum im Haus der Buchbinderei Merkert in der Stuttgarter Straße. Bereits ein Jahr danach bezieht man das sogenannte „Happold-Stift“ (Ecke Leobener/Burgenlandstraße). 1897 werden aufgrund der Gründung der „Privattöchterschule Feuerbach“ die Mädchen und Jungen getrennt, die mit Ausnahmen bis 1969 bestehen bleibt.

 

 

Rektor Dr. Otto Knapp

 Rektor Dr. Otto Knapp  

1909

Königliche
Realschule



Die Schule erhält die Genehmigung sechs Klassen führen und somit das „Einjährige“ (mittlere Reife) abnehmen zu dürfen. Erster Rektor ist Herr Dr. Otto Knapp. Für die 450 Schüler herrscht große Raumnot. Deshalb beauftragt der Gemeinderat der Stadt Feuerbach Herrn Professor Paul Bonatz mit dem Bau eines Schulhauses sowie einer Festhalle, deren Bau 1911 begonnen und 1912 abgeschlossen wird.

 

1922

Reform- Realgymnasium
und Oberrealschule



Bereits 1919 hatte Herr Dr. Knapp den Ausbau zu einer „Vollanstalt“ vorangetrieben. Die Schüler der erstmals eingerichteten siebten Klasse treten 1922 zur ersten Prüfung an. 27 junge Männer, davon 24 aus Feuerbach und Zuffenhausen, legten damals die Abiturprüfung ab. Während des zweiten Weltkriegs wird die Schule wegen der häufigen Bombardierungen ab Ende 1943 nach Schwenningen ausgelagert. Die 16- und 17-jährigen Jungen werden als Luftwaffenhelfer eingesetzt. 

 

Erster Abiturjahrgang 1922

 Erster Abiturjahrgang 1922

1953

Gymnasium
Feuerbach



Alle Oberrealschulen des Landes werden 1953 zu Gymnasien umgeformt. Das Gymnasium Stuttgart-Feuerbach bemüht sich um einen Namenspatron. Obwohl die in Feuerbach ansässige Firma Bosch, die Familie Bosch und die Schulgemeinde einhellig für ein Robert-Bosch-Gymnasium plädieren, lehnt der Schulträger die Namensgebung ab. 

 

1964

Leibniz-Gymnasium



Am 26.09.1964 wird in einem feierlichen Festakt in der Festhalle die Namensgebung Leibniz-Gymnasium gefeiert. Der Vorschlag kam aus dem Kollegium. Bereits im Frühjahr wurde die erste offizielle Schulpartnerschaft mit dem Lyçee Louis Pasteur aus Straßburg abgeschlossen. Das Gymnasium erhält eine eigene Sporthalle auf der Nordseite des Gebäudes.

 

Ehemaligentreffen in der Festhalle 2009

 Ehemaligentreffen in der Festhalle 2009

1977

Verein der
Freunde



Auf Anregung des damaligen Schulleiters Dr. Bögel wird am 17.10.1977 der Verein der Freunde des Leibniz-Gymnasiums gegründet. Erster Vorsitzender wird Herr Peter Grigat. Alle drei Jahre findet ein Ehemaligentreffen statt. Der Verein hat gegenwärtig 620 Mitglieder. Erster Vorsitzender ist Herr Christian Monka.

 

1988

100 Jahre Leibniz-Gymnasium

Die Schule feiert ihr hundertjähriges Bestehen. Im Rahmen einer Festwoche vom 15. bis 19.11.1988 werden Theateraufführungen, ein Festakt und ein großer Festball in der Liederhalle gefeiert. Den Festvortrag hält der ehemalige Leibnizianer und Träger des alternativen Nobelpreises Prof. Dr. Hans-Peter Dürr (Abiturjahrgang 1948) zum Thema „Wissenschaft und Verantwortung“.

 

1992

Einführung des Mittagstisches

Auf Initiative von Frau Dr. Stolz und Frau Eich wird ein Mittagstisch am Leibniz-Gymnasium eingerichtet. Zweimal in der Woche fabrizieren ehrenamtlich tätige Mütter und Väter eine frisch zubereitete warme Mahlzeit. Die Kücheneinrichtung wird von einem Weilimdorfer Möbelhaus gespendet. Die weitere Ausstattung übernimmt der Feuerbacher Einzelhandel. Von Anfang an sind Schüler beim Geschirrabwasch behilflich. Das Essen wird in der Küche selbst eingenommen.

 

1998

Das Leibniz wird Modellschule für G8

Der achtjährige Zug hat eine feste Sprachenfolge mit Englisch-Latein-Französisch. Die Klassenstärken schwanken zwischen 14 und 21 Schülerinnen und Schülern. Wird das Klassenziel nicht erreicht, so wechselt man in den G9-Zug. Im Jahr 2004 wird das achtjährige Gymnasium flächendeckend eingeführt. Die letzte G8-alt-Klasse legt im Jahr 2010 ihr Abitur ab.

 

2004

Entwicklung eines Leitbildes

Mit Beginn des neuen Bildungsplans, der in diesem Jahr in Kraft tritt, fängt auch ein neuer Prozess in den baden-württembergischen Schulen an. Im Rahmen der Qualitätsentwicklung von Schulen sollen sich Schulen auch ein Leitbild für ihre pädagogische Arbeit geben. Das Leibniz-Gymnasium tritt unter der Anleitung externer Moderatoren unter Beteiligung von Eltern, Schülern und Lehrern in einen sehr intensiven Diskussionsprozess ein, der mit der Verabschiedung eines Leitbildes durch die Gremien der Schule im Sommer 2005 endet.

 

2008

Einführung des bilingualen Zuges

Das Leibniz-Gymnasium erhält einen bilingualen Zug genehmigt. Dieser Zug sieht nach einer Phase verstärkten Englisch-Unterrichts in den Klassen 5 und 6 Unterricht in den Sachfächern Geografie (Kl. 7), Geschichte (Kl. 8) und Biologie (Kl. 9 und 10) auf Englisch vor. Das Leibniz-Gymnasium erhält die Federführung für dieses Profil, das es sich mit dem Neuen Gymnasium teilt.

 

2012

100 Jahre Bonatz-Bau

In diesem Jahr wird das Schulgebäude des Architekten Paul Bonatz 100 Jahre alt. In diesem seit den frühen achtziger Jahren denkmalgeschützen Haus wurden seit 2001 alle Decken saniert. Dabei wurden im nördlichen Foyer die originalgetreuen Stuckdecken rekonstruiert. Bereits drei Jahre vorher erschien ein Buch von Ursel Bruy mit dem Titel „Raster und Voluten“, in dem das Frühwerk von Paul Bonatz gewürdigt wird. Im Herbst 2012 feiert die Schule dieses Ereignis mit einem Vortrag des Architekturhistoriker Marc Hirschfeld. Paul Bonatz steht zu diesem Zeitpunkt im Mittelpunkt vieler Diskussionen im Zusammenhang mit dem Teilabriss des Stuttgarter Hauptbahnhofs, der ebenfalls von Prof. Bonatz errichtet worden war.

 

2013

125 Jahre Leibniz-Gymnasium

Das Leibniz-Gymnasium feiert mit mehreren Ereignissen das 125-jährige Bestehen der Schule. Eine Chronik widmet sich der Schule seit ihrem letzten Jubiläum. Am 8. November veranstaltet die Schule einen Festakt, bei dem der Oberbürgermeister der Stadt Stuttgart, Herr Fritz Kuhn ein Grußwort sowie Herr Rainer Wieland, Vizepräsident des Europäischen Parlaments und ehemaliger Leibnizianer, den Festvortrag hält. Am Tag darauf findet ein Jubiläumsball in der Festhalle statt.

 

seit 2011

Fusion der beiden Feuerbacher Gymnasien

Mit dem Schulentwicklungsplan 2011 trat die Schulverwaltung an die beiden Feuerbacher Gymnasien heran, ob man sich eine stärkere Zusammenarbeit vorstellen könne? Konkret sollte mit einer neuen pädagogischen Ausrichtung und den entsprechenden baulichen Veränderungen der Weg für eine Fusion der beiden Feuerbacher Gymnasien geebnet werden. Im April 2013 fasste die GLK des Leibniz-Gymnasiums mit deutlicher Mehrheit den Fusionsbeschluss. Es folgte im Juni 2014 die Verabschiedung eines pädagogischen Konzepts sowie im Sommer 2015 die Erarbeitung eines Raumkonzepts.

 

2013/2014

G9-Modellversuch

In diesem Schuljahr erhält das Leibniz-Gymnasium wieder in einem Modellversuch den neunjährigen Zug. Der Andrang ist im ersten Jahr bereits so groß, dass nur mit Mühen eine G8-Klasse gebildet werden kann. Im darauf folgenden Jahr ist das Leibniz-Gymnasium erstmals fünfzügig. 2015/16 hat die Schule mit 156 Anmeldungen den größten Andrang aller Gymnasien in Stuttgart, kann aber aufgrund der Raumnot nur vier Eingangsklassen bilden.

 

2014

50 Jahre Russisch

Im Jahr 1964 bot das Leibniz-Gymnasium als Pionierschule erstmals das Fach Russisch als dritte Fremdsprache an. Bis zum Jubiläumsjahr gelang es in jedem Jahr eine Sprachgruppe zusammenzustellen. Im Jahr 1991 wurde im Rahmen der politischen Verständigung zwischen Russland und Deutschland auf höchster politischer Ebene (Bundeskanzler Kohl und der russische Präsident Gorbatschow) eine Partnerschaft mit der Schule Nr. 75 in St. Petersburg initiiert. Ab dem Jahr 2007 trat das Gymnasium Nr. 4 in Samara in eine Verbindung mit dem Leibniz-Gymnasium ein. Im Januar 2015 wurde im Rahmen eines Festakts die Tradition der russischen Sprache am Leibniz-Gymnasium gefeiert. Festredner war der Kultusminister des Landes Baden-Württemberg Andreas Stoch.

 

Die Geschichte des Bonatzbaus als digitales Fotobuch

Im Rahmen der Projekttage, die am Leibniz-Gymnasium vom 4. bis 6. März 2013 stattfanden, entstand ein digitales Fotobuch, das einige wichtige Zeitabschnitte des Bonatzbaus dokumentiert, wie die Einweihung mit der Handels- und Gewerbeausstellung im Jahre 1912, die Zeit des Nationalsozialismus mit den entstandenen Kriegsschäden, sowie einige Bilder zur Umgebung des Leibniz-Gymnasiums. Wir danken Herrn Walter Rieker für die Bereitstellung der Bilder.

Folgender Link führt zum Fotobuch.